Die Transformation trifft besonders die hart, die viel fahren müssen, aber wenig Einkommen haben. Sie brauchen daher gezielte Förderung.
Haushalte mit niedrigem Einkommen und hoher Fahrleistung benötigen beim Umstieg auf das Elektroauto gezielte Unterstützung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Öko-Instituts im Auftrag der Stiftung Klimaneutralität.
Demnach werden sich die verbleibenden CO2-Emissionen des Pkw-Verkehrs ab den 2030er-Jahren zunehmend auf einkommensschwache Haushalte konzentrieren. Für sie ist die finanzielle Belastung durch einen Fahrzeugwechsel relativ zum Einkommen besonders hoch. Die Wissenschaftler erwarten, dass 2035 nur rund 45 Prozent der einkommensschwachen Vielfahrer ein Elektroauto besitzen werden, während die Quote etwa bei Dienstwagenfahrern bei 76 Prozent liegen dürfte. Neben den Anschaffungskosten erschwert in dieser Gruppe häufig der fehlende Zugang zu einer privaten Lademöglichkeit den Wechsel. Wer ausschließlich öffentlich an Schnellladern lädt, zahlt aber annähernd doppelt so viel wie beim Laden zuhause.
Die Autoren empfehlen daher eine längerfristige, stärker auf niedrige Einkommen zugeschnittene Kaufunterstützung sowie Social-Leasing-Angebote. Parallel müsse die Ladeinfrastruktur in Mietwohnquartieren ausgebaut werden. Für öffentliches Laden fordert die Studie transparentere Preise, einfachere Tarifstrukturen und eine stärkere Kontrolle des Marktes. (SP-X)

