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Hohe Spritpreise: Gebrauchte Elektroautos immer beliebter

Der VW e-Up kostet rund 22.000 Euro. Foto: VW

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt spielten E-Autos lange keine Rolle. Doch das ändert sich jetzt auch wegen der gestiegenen Spritpreise.

Lange waren gebrauchte Elektroautos bei den Händlern Ladenhütern. Angesichts gestiegener Spritpreise ändert sich das aber deutlich: Gebrauchte Elektroautos verkaufen sich derzeit schneller als Verbrenner.
Wie aus dem DAT-Barometer hervorgeht, standen reine E-Pkw im August 2026 im Schnitt 74 Tage beim Händler, bevor sie einen neuen Besitzer fanden. Benziner kamen im gleichen Zeitraum auf 84, Diesel sogar auf 92 Tage. Noch im Frühjahr hatten alle drei Antriebsarten bei ähnlichen Standzeiten von rund 85 bis 92 Tagen gelegen, seit Juni öffnet sich die Schere zugunsten der Stromer.


DAT hat Entwicklung analysiert

Die Deutsche Autombil-Treuhand (DAT) führt die Entwicklung unter anderem auf die gestiegenen Kraftstoffpreise zurück. Besonders schnell verkauft werden vor allem kleine, günstige E-Autos im Preisbereich zwischen 20.000 und 25.000 Euro, während hochpreisige Modelle länger auf einen Käufer warten. Rein mengenmäßig bleibt der Gebrauchtmarkt zudem von Verbrennern dominiert: 81 Prozent aller Besitzumschreibungen entfallen nach wie vor auf Benziner und Diesel, nur 5 Prozent auf reine E-Autos.

Auch bei den Restwerten zeigt sich eine Entwicklung zugunsten der Stromer. Dreijährige Verbrenner erzielen zurzeit rund 58 Prozent ihres ursprünglichen Listenneupreises – ein Wert, der sich damit weiter dem Vor-Corona-Niveau von rund 52 Prozent annähert. Die Restwerte dreijähriger E-Autos liegen mit einem seit vier Monaten leicht steigenden Trend inzwischen in einer ähnlichen Region. Der Abstand zwischen beiden Antriebsarten ist damit von zuvor durchschnittlich zehn auf aktuell rund sechs Prozentpunkte geschrumpft. (SP-X)

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