Elektro

Schon 100.000 Anträge für E-Auto-Prämie

Der Fördertopf reicht nach Regierungsangaben für geschätzt 800.000 Fahrzeuge bis 2029. Foto: VW

Die Zahl der Antragsteller für die staatliche E-Auto-Förderung ist jetzt sechsstellig. Bundesumweltminister sieht Antwort auf Preisschock.

Die im Mai freigeschaltete neue E-Auto-Prämie wurde nach Angaben der Bundesregierung bisher an 100.000 Antragsteller ausgezahlt. „Das Förderprogramm hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD). Jedes zusätzliche Elektroauto mache Deutschland unabhängiger von teuren Ölimporten und internationalen Konflikten.


Das Geld komme Menschen zugute, die vorher nicht einmal daran gedacht hätten, sich ein E-Auto zu kaufen, so Schneider. Die Hälfte der Antragsteller hatte demnach ein Haushaltsjahreseinkommen von maximal 45.000 Euro, drei Viertel verdienten maximal 60.000 Euro. „Besonders wichtig ist mir, dass die soziale Staffelung wirkt“, betonte Schneider. Das Programm sei auch eine Antwort auf den Preisschock an den Tankstellen.

Förderung nur für Privatautos

Die Höhe des staatlichen Zuschusses hängt von Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße ab und kann bis zu 6.000 Euro betragen. Die Prämie gilt nur für Privatautos, nicht für Dienstwagen. Die vorhandenen Fördermittel in Höhe von drei Milliarden Euro reichen nach Regierungsangaben für geschätzt 800.000 geförderte Fahrzeuge bis 2029. Die gescheiterte Vorgängerregierung aus SPD, Grünen und FDP hatte eine frühere Kaufprämie Ende 2023 eingestellt, um Haushaltslöcher zu stopfen.

Die E-Auto-Prämie schlägt sich auch in der Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamts nieder. Rund 88.600 reine Elektroautos (BEV) wurden im September neu zugelassen, fast doppelt so viele wie im Vorjahresmonat. Der Anteil reiner E-Autos liegt bei 34,5 Prozent. Fahrzeuge mit Diesel oder Benzin verzeichneten Rückgänge.

Über den Autor

Wolfgang Plank

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz des Rallye-Copiloten.