Elektro

Stromer haben bei Honda aktuell keine Zukunft

Auch aus Deutschland zieht sich Honda mit seinem e:NY1 zurück. Foto: Honda

Nicht zuletzt wegen hoher Spritpreise sind E-Autos gefragt. Doch Honda macht Schluss mit dem e:NY1 und setzt künftig auf Hybrid-Antriebe.

Honda zieht sich mit seinem bislang einzigen batterieelektrischen Pkw schrittweise aus mehreren europäischen Märkten zurück. Wie die Europazentrale auf Nachfrage mitteilt, befindet sich der e:Ny1 in der finalen Phase seines Modellzyklus. Neue Bestellungen werden in vielen Ländern wie Deutschland nicht mehr angenommen. Hierzulande ist das kompakte Elektro-SUV entsprechend nicht mehr konfigurierbar. Restfahrzeuge will Honda gezielt in Märkten mit vergleichsweise hoher Nachfrage platzieren. Genannt werden Großbritannien sowie die nordischen Länder, wo der e:Ny1 weiterhin angeboten wird, solange Fahrzeuge verfügbar sind.


Für Europa insgesamt kündigt der Hersteller an, den Fokus zunächst auf elektrifizierte Antriebe zu legen. Dazu zählen vor allem die bekannten Hybrid-Modelle CR-V, HR-V und ZR-V, die in überarbeiteter Form weitergeführt werden sollen. Rein batterieelektrische Neuheiten sind kurzfristig nur für einzelne Märkte vorgesehen: In Großbritannien soll noch 2026 ein kleiner Stromer unter dem Namen Honda Super-N starten. Unklar bleibt damit, wann Honda in Kontinentaleuropa wieder breiter mit batterieelektrischen Modellen vertreten sein wird. Eine Strategie mit reinen BEV-Modellen scheint das Unternehmen für Europa nicht zu verfolgen.

Parallel hat Honda sich auch global aus reinen Elektroprojekten zurückgezogen. Mehrere für Nordamerika angekündigte Stromer werden nicht mehr bis zur Marktreife gebracht. Dazu zählt auch das gemeinsam mit Sony entwickelte Projekt Afeela. Hintergrund der globalen strategischen Anpassungen dürfte auch die zuletzt schwächere Geschäftsentwicklung mit entsprechenden Ergebnisbelastungen sein. (SP-X)

Über den Autor

Wolfgang Plank

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz des Rallye-Copiloten.