Elektro

Arc Vector: Highend-E-Bike für über 100.000 Euro

Die Arc Vectro kostet mehr als ein Porsche 911. Foto: Arc

E-Motorräder sind reizvoll, aber teuer. Doch alle im Markt verfügbaren Zweirad-Stromer bewegen sich im Vergleich zur neuen Arc Vector auf Schnäppchen-Niveau.

Dieses Highend-Elektro-Bike aus England, erstmals präsentiert auf der Motorradmesse EICMA (8. bis 11. November) in Mailand, kostet umgerechnet knapp über 100.000 Euro. Immerhin bekommt der solvente Kunde neben einem Neo-Café-Racer auch noch technisch hochgerüstete Spezialbekleidung.


Café Racer klingt eigentlich nach Retro-Stil, doch die aus vielen Carbonteilen bestehende Vector setzt auf ein durchweg futuristisches Erscheinungsbild. Unter anderem sorgt dafür eine ungewöhnliche Vorderradführung mit einer im unteren Bugbereich angelenkten Gabel mit längs liegendem Federbein. Ähnlich wie ein Tank zieht sich das obere Verkleidungsteil über das wuchtige Monocoque-Batterie-Modul und bildet eine Einheit mit dem freischwebenden Sitz sowie dem Cockpit mit charaktervollen LED-Scheinwerfern.

Vector wiegt rund 220 Kilogramm

Obwohl die Vector nur rund 220 Kilogramm wiegt, soll sie dank der üppig dimensionierten Batterie eine Reichweite von gut 320 Kilometern im städtischen Verkehr erlauben. Bei Überlandfahrten verringert sich der Radius auf rund 200 Kilometer. Mit etwas über drei Sekunden für den 100-km/h-Sprint sowie einer Höchstgeschwindigkeit von rund 200 km/h handelt es sich um ein besonders schnelles E-Motorrad. An Schnellladestationen soll eine Akkufüllung gut 45 Minuten dauern. Alternativ kann der Besitzer das Bike an einem von Arc eigens installierten Heim-Ladegerät mit frischem Strom versorgen.

Mit dem Motorrad erwerben Kunden darüber hinaus einen mit der Firma Hedon entwickelten Spezialhelm namens Zenith. In diesen ist ein Head-up-Display integriert, welches, vernetzt mit dem Bordsystem des Bikes, unter anderem fahrrelevante Informationen wie Geschwindigkeit und Navigationshinweise anzeigt.

In den mit Kalbsleder aufgewerteten Helm ist zudem eine Heckkamera integriert, die dem Fahrer zeigt, was sich im rückwärtigen Verkehr abspielt. Zum Paket gehört außerdem eine maßgeschneiderte Motorradjacke, die unter anderem den Fahrer mit Vibrationen auf Gefahren hinweisen kann. Neben der Funktion als Totwinkel-Warner können diese gezielten haptischen Reize auch auf fahrphysische Grenzen verweisen. (SP-X)

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch den redaktionellen Teil des Magazins electrified.

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