Elektroautos steigern Monat für Monat ihre Zulassungen. Im Juli liegt ihr Anteil nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes bereits bei über 29 Prozent.
Der Elektro-Boom auf dem deutschen Neuwagenmarkt hält an. Im Juli wurden nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) 78.609 reine Elektro-Pkw neu zugelassen, 61,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Ihr Marktanteil stieg damit auf 29,3 Prozent. Im Juni hatte er noch bei 28,4 Prozent gelegen.
Hinzu kamen 30.609 Plug-in-Hybride, die auf einen Anteil von 11,4 Prozent kamen. Damit verfügten im Juli insgesamt 40,7 Prozent aller neu zugelassenen Pkw über einen extern aufladbaren Elektroantrieb, mit dem man auch längere Strecken rein elektrisch fahren kann.
Schwacher Gesamtmarkt im Juli
Der Gesamtmarkt entwickelte sich deutlich schwächer. Mit 268.068 Neuzulassungen lag er lediglich 1,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Benziner verloren 29,7 Prozent und erreichten noch einen Marktanteil von 18,9 Prozent. Bei den Dieseln ging die Zahl der Neuzulassungen um 21,8 Prozent zurück, ihr Anteil sank auf 11,8 Prozent. Auf sämtliche Hybridmodelle einschließlich der Plug-in-Hybride entfielen 39,3 Prozent des Marktes.
Ein kräftiges Plus verbuchten auch Pkw mit Flüssiggasantrieb. Vermutlich profitierten sie von den seit Monaten vergleichsweise hohen Preisen für Benzin und Diesel. Ihre Neuzulassungen stiegen um 59,2 Prozent auf 1.705 Fahrzeuge, der Marktanteil lag bei 0,6 Prozent.
Bei den übrigen Fahrzeugklassen zeigte sich ein gemischtes Bild. Die Neuzulassungen sonstiger Kraftfahrzeuge legten um 19,5 Prozent zu, bei Krafträdern betrug das Plus 10,9 Prozent. Rückgänge gab es hingegen bei Kraftomnibussen um 11,9 Prozent, bei Lkw um 8,0 Prozent und bei Zugmaschinen um 3,6 Prozent. Die darin enthaltenen Sattelzugmaschinen verloren 3,0 Prozent. (SP-X)

