Die deutsche Windsurferin Theresa Steinlein gehört zur Weltspitze im iQFoil. Ihr großes Ziel sind die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles – und dort will die 24-Jährige ganz oben auf dem Podium stehen.
Vermutlich hat man gar keine andere Chance, wenn man am Wörthsee in Oberbayern aufwächst. Zwischen Ammersee, Starnberger See und noch ein paar anderen. Irgendwann landet man trotz aller Berge und Wälder in der Umgebung ganz einfach am, im oder auf dem Wasser. Vor allem, wenn schon die Eltern begeistert Boote am Wind steuerten und surften.
Und natürlich ergeht es auch Theresa Steinlein nicht anders. Eine Zeitlang begeistert sie sich wie ihre Zwillingsschwester Sophie fürs Segeln, doch in der Hochzeit von Corona entdeckt sie das Board für sich. Genauer: das iQFoil. Jenes Surfbrett, das sich bei ausreichend Tempo und genügend Auftrieb über einen Tragflügel aus dem Wasser hebt. Dieses Hochgefühl des Schwebens hat Theresa Steinlein nicht mehr losgelassen. Es ist über den Wellen, wo die Freiheit grenzenlos sein muss.
Auf Erfolgskurs
Am Anfang sind es die heimatlichen Gewässer, wenig später schon die Klassiker Italiens mit ihren gefürchteten Fallwinden. Zu ihrem Talent gesellen sich jetzt auch reichlich Erfahrungen aus der dortigen Surfer-Szene. Ein Glücksfall für ihre Karriere. „Ich war einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, sagt Theresa Steinlein. Und weil sie nicht aufhört mit ihrem Hobby, kommen zum reinen Hochgefühl schnell die sportlichen Erfolge. Bei Olympia in Paris wird die damals 22-Jährige Sechste, ein Jahr später holt sie Bronze bei der Weltmeisterschaft im dänischen Aarhus. Eine Medaille strebt sie auch im Januar 2027 wieder an, wenn die Titelkämpfe in Brasilien stattfinden – ihr ganz großes Ziel aber sind die Sommerspiele 2028 in den USA. „Gold in Los Angeles“, sagt Steinlein, „das ist mein absoluter Traum.“
Ein Traum, der viel und harte Arbeit verlangt. Denn mit süßem Strandleben, ein bisschen coolem Wellenreiten und jeder Menge Mixgetränken mit Schirmchen hat Surfen auf Wettkampfniveau nicht das Mindeste zu tun. Zwei Trainingseinheiten absolviert Theresa Steinlein pro Tag. Hauptsächlich Kraft und Ausdauer – aber immer auch zweieinhalb bis drei Stunden auf dem Board. „Surfen ist ein Gefühlssport“, verrät die 24-Jährige. „Deshalb bin ich auch nie länger als eine Woche weg vom Wasser.“ Man verliert sonst sehr schnell das Gespür, sagt sie. Oder findet es womöglich erst gar nicht. Genau deshalb gehören regelmäßige Besuche in L.A. zur akribischen Vorbereitung des olympischen Traums. Wind, Wellen, Strömung – all das will Steinlein schon lange vor der Entscheidung verinnerlichen, so gut es irgend geht. Die Konkurrenz um die Medaillen ist schließlich groß. Und sie schläft nicht.
Studium mit Bachelor abgeschlossen
Doch Traum hin oder her: Ein bisschen Abwechslung zum Wasser braucht Theresa Steinlein dann doch. Vor allem für den Kopf. Sie könne schließlich nicht immer nur surfen, sagt sie. Auch auf diesem Weg begleitet sie der Erfolg. Vor einem Jahr hat sie ihr Studium „International Economics“ mit dem Bachelor abgeschlossen, seit August packt sie „Nachhaltiges Management“ mit dem Ziel Master obendrauf. Und das „nachhaltig“ kommt nicht von ungefähr. „Wenn man so viel im Wasser ist wie ich, macht man sich natürlich Gedanken um die Umwelt und das richtige Verhalten.“ Für die junge Sportlerin ist das seit Kindertagen eine Selbstverständlichkeit. Den Hang zur Natur, aber eben auch den Respekt davor hätten ihr zum Glück ihre Eltern beigebracht. „Das prägt schon mein ganzes Leben.“

Mit Citroen hat Therasa Steinlein einen automobilen Partner an ihrer Seite. Foto: Dani Heyne/Citroen
Und natürlich macht ihr der Klimawandel Sorgen. Schon, weil all die Veränderungen für sie nicht irgendwie abstrakt sind. Sie kann sie rund um den Globus bei ihren Wettkämpfen spüren. Manchmal gleicht das einem Schock. So wie beim Schnorcheln auf Mauritius. „Da sind diese gewaltigen Korallenriffe – und sie sind alle tot.“ Selbst am Gardasee sei es mittlerweile viel heißer als früher. „Wasser-Athleten spüren so etwas extrem“, sagt Theresa Steinlein. „Obwohl wir Eis-Westen getragen haben, konnten wir uns gar nicht mehr richtig erholen.“ Und weil sie findet, dass es so nicht weitergehen kann, will sie bei ihrem Sport auch für den respektvollen Umgang mit der Natur werben. „Als Olympionikin bin ich da ja so eine Art Vorbild.“ Genau diese Nachhaltigkeit hat sie auch an der olympischen Windsurfing-Klasse iQFoil gereizt. „Über ein CO2-Programm“, sagt sie, „werden für jedes unserer Boards 22 Mangrovenbäume gepflanzt.“
Partnerschaft mit Citroën
Über den Sport kam für Theresa Steinlein auch die Verbindung zu Citroën. Der französische Autobauer ist seit 2024 offizieller Titelsponsor des „Windsurf World Cup Sylt“, in diesem Jahr kam die Partnerschaft mit der „Surftown“ in Hallbergmoos dazu – gerade mal 60 Kilometer von Theresas Heimat entfernt. Obendrein engagiert sich Citroën seit 2025 als offizieller Automobilpartner für die Olympiamannschaft Team D. und hat dort zum Beispiel auch Verbindungen zu Laura Nolte und Deborah Levi, Goldmedaillengewinnerinnen im Zweierbob bei den Winterspielen 2022 und 2026.
„Theresa Steinlein verkörpert vieles, wofür auch Citroën steht: Leidenschaft, Mut, Optimismus und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Als erfolgreiche Windsurferin beeindruckt sie nicht nur mit ihren sportlichen Leistungen, sondern auch mit ihrer authentischen und nahbaren Persönlichkeit“, sagt Stefanie Becker, Direktorin Marketing bei Citroën Deutschland. „Diese Kombination aus Ehrgeiz, Bodenständigkeit undpositiver Ausstrahlung macht sie zu einer starken Botschafterin für unsere Marke“, fügt Becker hinzu. Und auch Steinlein sieht diese Unterstützung als „große Ehre“. „Es ist nichteinfach, Sponsoren zu finden“,sagt sie. „Genau solche Hilfen können aber Karrieren entscheiden.“ Zumal ein Auto auch in ihrem Sport extrem wichtig sei. Selbstverständlich für die ganz normalen Fahrten zum Training und zu Wettkämpfen – aber eben auch für den spontanen Wechsel vor Ort. „Wenn der Wind plötzlich ganz woanders weht, müssen wir schnell reagieren können“, sagt Theresa Steinlein. Bei Flaute ist schließlich auch die beste Surferin mit ihrer Kunst am Ende.
Auto als Rückzugsort
Vor allem aber ist das eigene Gefährt ein willkommener Rückzugsort während der nicht selten langen Pausen im Wettkampf. Wohl der, die da einfach die Tür hinter sich zuziehen und abseits des Trubels ein wenig entspannen kann. Am liebsten hätte Theresa Steinlein natürlich ein reines Elektroauto. Schon wegen des Klimawandels.
Aber im ersten Schritt wird es wohl ein Plug-in-Hybrid werden, das fordert der Sport. Es läuft – schon aus Platzgründen – auf einen 4,65 Meter langen C5 Aircross hinaus. Ein Kompakt-SUV mit 226 PS Systemleistung, das es auf gut 80 Kilometer elektrische Reichweite bringt und auch einen Weg in den Dünen locker abkann. Für Theresa Steinlein ein vernünftiger Kompromiss. Schon wegen der Sicherheit auf langen Strecken – und weil hintendran ja oft auch ein Trailer mit den Boards hängt. Aber vielleicht kommt mit der nächsten Medaille ja auch ein neues Angebot. Schließlich gibt es den C5 Aircross auch rein elektrisch.



