Lifestyle

Nachhaltigkeitstour: Im DS N°8 komfortabel ins Elsass

Das Elsass ist in Frankreich die Vorzeige-Region in Sachen Nachhaltigkeit. Warum? Weil dort alles auf grünen Tourismus ausgelegt ist. Wir haben uns dorthin mit einem DS N°8 auf den Weg gemacht.

Von Andreas Haslauer


Aufgeben ist für Christian Hagenstein keine Option. Immer, wenn der Elsässer sich etwas in den Kopf gesetzt hat, zieht er es durch. Das zieht sich bei dem 69-Jährigen durch sein Leben. In den Kopf hat er sich mal gesetzt, am „Ultra Mont Blanc“ teilzunehmen, einem Ultramarathon, der rund um die Mont-Blanc-Gruppe führt. Dabei sind es geschmeidige 170 Kilometer und 10.000 Höhenmeter. Praktisch einmal den Mount Everest hoch.

Dann meinte er noch ein anderes Mal, dass er den „Marathon des Sables“ machen muss. Einmal die Sahara rennen. Menschen, die so eine Kunst des Leidens entwickeln, hätten „eine Tendenz zum Masochismus“, erklärt Wissenschaftlerin Jana Kesenheimer. Sie bescheinigt ihnen auch, dass sie – anders als fast alle anderen Menschen – stets die Extrameile gehen würden.

Aus Liebe zur Natur

Christian Hagenstein in seiner Domaine de Haslach. Foto: Daniel Sommer

Christian geht jeden Tag die Extrameile. In den vergangenen Jahren hat der Mann, der seine gesamte Holzfabrik verkaufte, alles auf eine Karte gesetzt. Die Karte heißt „Domaine de Haslach“, ein ehemaliges Sanatorium. Christian erkannte sofort das Potenzial und baute dieses Schmuckkästchen für 20 Millionen Euro um.
Eine andere Chance hatte er nicht, sagt er lachend. „Ich liebe die Natur. Und wo steht das Hotel? Inmitten von unberührter Natur“, erklärt er. Doch dann kam Corona. Also hämmerte und bohrte der Mann selbst mit. Sein Ziel: Er wollte ein nachhaltiges Juwel schaffen. Das hat geklappt. Und wie! Wer sich ganz eins mit der Natur im malerischen Elsass verbunden fühlen will, bucht (neben den fast 50 Zimmern) eine der sieben Öko-Lodges und fünf Baumhäuser. „Einen schöneren Rückzugsort als hier im Wald gibt es nicht“, so Christian.

Ohnehin ist das Elsass eine Vorzeige-Region, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht. Marc Lévy, der hiesige Tourismusdirektor, bringt es auf den Punkt, wie man es besser nicht auf den Punkt bringen könnte. Im Elsass kann man sich „klimaneutral“ fortbewegen, eine „umweltfreundliche“ Unterkunft finden, „grüne“ Besichtigungen machen, „nachhaltig“ konsumieren. Dafür sprechen das dichte Bahnnetz, die vielen Busverbindungen, 2.500 Kilometer Radwege. Allein 600 Kilometer davon entfallen auf Straßburg, der nachweislich fahrradfreundlichsten Stadt Frankreichs.

„Setzen sie auf Muskelkraft“

Lévys Appell: „Setzen Sie auf Muskelkraft, das ist gesund und gut für die Umwelt!“, so der Klimaschützer und Mobilitäts-Macher. Um genau das zu überprüfen, sind wir ins Elsass gefahren, das ursprünglich erst keltisch, dann römisch war, anschließend an germanische Stämme überging. Nach einer Phase als Teil des Deutschen Reiches wurde es 1918 wieder französisch, was sich im Zweiten Weltkrieg nochmals änderte, bevor es nach 1945 endlich dauerhaft zu Frankreich gehörte. Manche kommen noch heute durcheinander: Die CNN berichtete beispielsweise mal in einem Beitrag über das „deutsche“ Straßburg. Waschechte Franzosen hingegen, so schreibt es Sabine Klüber im „Arte“-Magazin, hätten Probleme, Ortsnamen wie Ichtratzheim oder Oberschaeffolsheim auszusprechen. Was so unfranzösisch klingt, meinen vielleicht viele, kann unmöglich zur Grande Nation gehören. „Elsass, meine Liebe“, heißt eine Sendung der TV-Macherin Klüber. Untertitel: „Typisch Frankreich: So französisch, so deutsch – und doch so eigen.“
„Fährst Du noch oder genießt Du schon?“

Als Daniel und ich uns in unseren elektrischen DS N°8“ setzen, der stylischen Premium-Marke, sind wir leicht verwirrt. Denn das DS-Flaggschiff Ist im Vergleich zu seinen Mitbewerbern eigen. Sehr eigen, sogar – im positiven Sinn. Ich frage mich, ob wir in der First Class der Singapore Airlines oder der Emirates sitzen. Der Hersteller wirbt für sein Flaggschiff damit, dass mehr Komfort nicht gehe. „Der N°8 bietet ein Höchstmaß an Wohlbefinden“, erklärt CEO Xavier Peugeot. Damit dies so ist, hat man alles an Annehmlichkeiten in dieses Auto gesteckt, was das Konzernregal zu bieten hat: dazu gehört ein beheiztes Lenkrad, ein Nackenwärmer sowie Massagesitze. Ganz nach dem (angepassten) Ikea-Spruch „Fährst Du noch oder genießt Du schon?“.

Fakt ist: Das französische Wellness-Ressort auf vier Rädern ist eine Hommage an die Welt der Pariser Handwerkskunst. Denn: Jedes erdenkliche Detail wurde so entworfen, dass es neue Maßstäbe von Raffinesse setzt – angefangen bei den „Clous de Paris“-Gravuren am Lenkrad bis hin zu den Perlstich-Nähten am Armaturenbrett und Armlehnen. Daher ist es nur logisch, dass der ADAC schreibt: „Die Nummer 8 ist lebendiger als erwartet.“ Lebendig ist auch der Wein von Martine Becker vom Weingut Jean Becker. Bereits 1999 hat Martine ihr Weingut auf Bio umgestellt. Das bedeutet: keine Pestizide, keine Chemie. Warum sie das gemacht hat? Martine holt aus. Aus zehn Gründen: Vor allem aus Respekt vor dem natürlichen Gleichgewicht zwischen dem Boden, den Pflanzen und Tieren, sagt sie. Außerdem sei „Vorbeugen besser als heilen“.

Ideales Weinbaugebiet

Die Winzerin Martine Beckers. Foto: Daniel Sommer

Seit 1610 sind die Beckers in Zellenberg ansässig. Es sei sicherlich kein Zufall, so Martine, dass ihre Vorfahren beschlossen haben, ihren Weinberg hier anzulegen. Es wimmele hier nur so von geologischem Reichtum. Die Parzellen seien mal kalkhaltig, mal tonig, mal sandig oder sogar mal granitisch. Dadurch entsteht ein Mikroklima, das für die Sonneneinstrahlung auf ihren Parzellen ideal sei. Und das schmeckt man.

Die nächste Generation kann sich freuen. In den Startlöchern stehen: Yann (1986), Aline (1997), Jean-Baptiste (2000), Clara (2001), Léonie (2004), Rosalie (2007) sowie die Zwillinge Jean-Hugues und Jean-Lou. Ein guter Jahrgang. Sie wurden 2008 geboren. Ganz nach dem Motto des Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry: „Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen“, sagt der Mann, dessen Buch „Der Kleine Prinz“ sich über 140 Millionen Mal verkaufte.

„Jeder Teller erzählt eine Geschichte“

Nadege Monna und Antoine Huguenin betreiben das Restaurant “Huna”. Foto: Daniel Sommer

Absolute Jungspunde sind auch Nadège Monna (25) und Antoine Huguenin (27). Das junge Pärchen betreibt in Waldersbach das Restaurant „Huna“. Große Reisewege haben ihre Produkte nicht. Pflanzten die beiden einst noch alles auf ihrem nur sechs Quadratmeter großen Balkon, haben sie nun 13 Ar Land – mitten im Bruchetal – zur Verfügung. Alles, was gerade draußen wächst, verwertet Antoine in der Küche. Mit Erfolg: Antonine hat bereits einen grünen Michelin-Stern. Alles andere, was er gerade nicht braucht, wird eingelegt und fermentiert. Mit allem sind das Obst, das Gemüse und die aromatischen Pflanzen gemeint. Das Lamm, Rind und das Kalb kommen von Antoines Vater, das Wild hier aus dem Bruche-Tal. Und was gibt es heute zu essen? „Sage ich nicht“, antwortet die hübsche Nadège. Das 7-Gänge-Menü sei schließlich ein Abend voller Überraschungen. Es gibt keine Karte. Das einzige, was Antoine verrät, ist: „Jeder Teller erzählt eine Geschichte: die Geschichte einer lebendigen Küche, die die Zeit und das Terroir des Bruche-Tals respektiert.“

Außerordentlich respektvoll gehen die Menschen im Bruche-Tal mit ihrer Natur um. Wie fast keine andere Region in Frankreich setzen sie sich hier für die Nachhaltigkeit ein, fördern die Energiewende und unterstützen die Ökomobilität. Bestes Beispiel ist das „Nature-Spa“-Hotel La Cheneaudière in Colroy-la-Roche. „Being Green“ ist das Motto des Relais & Châteaux-Hotels, die pflanzliche Abfälle recyceln, ebenso Kartons und Kunststoffflaschen. Bereits 2014 haben sie auf Wasserflaschen umgestellt, die aus recyceltem Kunststoff bestehen. Gleichzeitig wurden Wärmepumpen installiert, eine Wasseraufbereitungsanlage gebaut. Nicolas Decker, der das Anwesen als Eigentümer und Geschäftsführer leitet, hat an wirklich jeder Stellschraube gedreht.

Genossenschaft verkauft regionale Lebensmittel

Die Zutaten der Speisen kommen möglichst aus der Region. Foto: Daniel Sommer

Daniel und ich drehen an der Lautstärke unseres Soundsystems. Der Klang? Sensationell! Wir fühlen uns, als würden wir inmitten der Opéra Garnier in Paris sitzen. 14 Lautsprecher und ein 690-Watt-Verstärker sind ein echtes Hörerlebnis für unsere Klassiker wie „Ella, Elle L’a“ von France Gall und „Les Champs-Élysées“ von Joe Dassin. Die Lautsprecher wurden extra von Focal für den DS N°8 entwickelt. Durch die Technologie wird der Sound zu einem echten Auditorium, in dem dreidimensionaler Klang ein umfassendes Musikerlebnis schafft. Damit den Musikgenuss auch nichts stört, hat man das Geräuschniveau im Innenraum auf ein Minimum reduziert. Die Dämmung am gesamten Auto setzt Benchmarks – dazu trägt auch der Einsatz von verstärkten Scheiben bei.

Ein Fahrerlebnis – und zwar ein emissionsfreies – bietet nun auch der Schiffs-Konzern Batorama an, der gerade seine komplette Flotte auf elektrisch umstellt. 30 Millionen Euro nimmt das Unternehmen dafür in die Hand. Das Besondere: Die Straßburger bieten auf ihren Ausflugsschiffen auch Wein- und Bierverkostungen inmitten des Kulturerbes der europäischen Hauptstadt an. Denn: Neben Brüssel wird auch Straßburg aufgrund seiner Rolle als Sitz des Europarats als europäische Hauptstadt angesehen. Mitten in der City of Europa ist das „Kooma“, eine Genossenschaft mit 50 Mitgliedern, die biologische Lebensmittel verkaufen und ein Restaurant betreiben. Der Gedanke der Genossenschafter: Die Liebe zu guten Produkten teilen, Neugier wecken und Spaß haben. Dabei ist die Brasserie das „pulsierende Herzstück der Manufakturinsel“. Und die Produzenten?

Elegant: das Heck des DS N8. Foto: Daniel Sommer

Kommen wie „Ferme du Kikiriki“ oder „Ferme de la Coccinelle“ aus der Nachbarschaft. Der einzige Weg, den die Köche gehen müssen, ist aus der Küche schnell rüber in den Laden. Schneller und nachhaltiger geht es nicht. Das kann man auch auf den DS N°8 übertragen. Die Franzosen haben bei ihrem Flaggschiff den Premiumanspruch ambitioniert umgesetzt. Auch wenn bei ihm alles auf Komfort und das entspannte Reisen ausgelegt ist, kann er natürlich auch sportlicher bewegt werden.

Deswegen gefällt auch Christian Hagenstein, der Chef des „Domaine de Haslach“, der Wagen so sehr. In den nächsten Wochen hat er noch so einiges sportlich vor. Verraten will er uns das nicht. „Lassen Sie sich überraschen“, sagt er. Was ich denke? „Typisch Frankreich: So französisch, so deutsch – und doch so eigen.“

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklärst Sie sich damit einverstanden.

Schließen