Nach einer Durststrecke mit deutlich gesunkenen Auszahlungen gewinnt die THG-Prämie wieder an Attraktivität. Verschärfte gesetzliche Vorgaben sorgen für eine steigende Nachfrage nach CO₂-Einsparungen – und damit für höhere Prämien für Halter von Elektroautos.
Nachdem die THG-Prämie in den vergangenen beiden Jahren deutlich an Attraktivität verloren hatte, zeichnet sich 2026 eine Trendwende ab. Hintergrund sind unter anderem verschärfte gesetzliche Vorgaben für Mineralölunternehmen. Diese müssen ihre Treibhausgasemissionen weiter senken und benötigen dafür verstärkt handelbare CO₂-Einsparungen. Davon profitieren Halter rein batterieelektrischer Fahrzeuge: Je nach Anbieter sind derzeit wieder jährliche Auszahlungen zwischen rund 300 und 380 Euro möglich.
Gemeinsam mit den niedrigen Energie- und Wartungskosten sowie weiteren Fördermöglichkeiten verbessert die THG-Prämie die Wirtschaftlichkeit von Elektroautos zusätzlich. Darauf weist Mitsubishi hin. Der japanische Hersteller bietet mit dem Eclipse Cross Plug-in Hybrid ein Modell an, das – je nach Ausführung und Förderbedingungen – von verschiedenen Förderprogrammen profitieren kann. Die kombinierte Reichweite des Fahrzeugs beträgt bis zu 635 Kilometer.
THG-Quote als Baustein der Klimapolitik
Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ist ein Instrument der deutschen Klimapolitik. Sie verpflichtet Unternehmen der Mineralölwirtschaft, ihre Treibhausgasemissionen schrittweise zu reduzieren. Können sie die gesetzlichen Vorgaben nicht vollständig durch eigene Maßnahmen erfüllen, dürfen sie entsprechende CO₂-Einsparungen zukaufen. Dazu zählen auch die Emissionsminderungen, die durch den Betrieb rein batterieelektrischer Fahrzeuge entstehen.
Für Halter von Elektroautos eröffnet sich dadurch die Möglichkeit, die THG-Quote ihres Fahrzeugs über spezialisierte Anbieter zu vermarkten und dafür einmal pro Jahr eine Prämie zu erhalten. In der Regel reicht die Registrierung bei einem entsprechenden Dienstleister sowie das Hochladen der Zulassungsbescheinigung. Die weitere Abwicklung übernimmt der Anbieter. Da sich die Höhe der Auszahlung je nach Unternehmen unterscheidet, lohnt sich ein Vergleich der Angebote.

