Elektro

Tesla Model 3: Keine Kaufempfehlung

Das Tesla Model 3 soll eine breite Käuferschicht ansprechen. Foto. Tesla

Mit dem Model 3 will Tesla endlich den Sprung in die Massenproduktion von Elektroautos zum bezahlbaren Preis schaffen. Nach anhaltenden Problemen in der Produktion gesellt sich nun eine weitere hausgemachte Schwierigkeit dazu. Und die hat es in sich.

Das US-Verbrauchermagazin „Consumer Reports“ berichtet auf seiner Website von Problemen bei Notbremsungen mit dem Model 3 und rät explizit vom Kauf des Kompakt-Stromers ab. Statt der mittlerweile marktüblichen 35 Meter, die ein modernes Auto aus 100 km/h bis zum Stillstand braucht, lag der Durchschnitt mehrerer Bremsungen bei „Consumer Reports“ bei beängstigenden 46 Metern.


Tesla mit eigenen Messungen

Tesla argumentiert zwar, eigene Messungen hätten zwischen 38 und 40 Meter gelegen, auch das wäre aber ein vergleichsweise schlechter Wert. Selbst das deutlich größere und schwerere SUV Model X würde rund acht Meter früher zum Stillstand kommen als das neue Model 3. Nun will der Hersteller ein Firmware-Update nachschieben und anschließend an der Verbesserung der Bremse arbeiten. In einem Tweet kommentierte Musk die Kritik damit, dass die Tester ein Fahrzeug aus der Frühphase der Produktion untersucht hätten. Zur Lösung des Bremsproblems soll wie in anderen Fällen ein Software-Update dienen.

Unterdessen halten die Produktionsprobleme für das Model 3 an. Zudem ist die Basisversion des für 35.000 US-Dollar beworbenes Auto bislang nicht erheblich. Bis dieses Modell ausgeliefert wird, wird es noch dauern. Das leistungsstärkere des Model 3 wird vorher den Kunden angeboten. Kein Wunder: es kostet 78.000 Euro – und sorgt bei Tesla für höhere Margen. (AG/SP-X)

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch den redaktionellen Teil des Magazins electrified.

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