Deutschland und Frankreich haben sich auf eine Aufweichung des Verbrenner-Aus 2035 verständigt. Das gaben beide Länder am Freitag bekannt.
Das Verbrenner-Aus 2035 soll weiter aufgeweicht werden. Darauf haben sich Bundeskanzuler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuell Macron verständigt. „Mit Deutschland haben wir eine Einigung erzielt, um die Zukunft der europäischen Automobilbranche zu sichern“, schrieb Macron am Freitag auf der Plattform X.
In der gemeinsamen Erklärung beider Staaten hieß es: „Unser gemeinsames Ziel ist klar: Wir wollen den Wandel unserer Automobilindustrie erfolgreich gestalten, dabei an unseren Klimazielen festhalten und sicherstellen, dass die Autos der Zukunft in Europa produziert werden.“
Senkung der CO2-Reduktion wird angestrebt
Dabei bleibe der eingeschlagene Kurs unverändert, indem man eine deutliche deutliche Senkung der CO₂-Emissionen anstrebe und zugleich Europas Kapazitäten für die Entwicklung und Fertigung der nächsten Generation von Elektrofahrzeugen stärke. Dabei sei es entscheidend, dass der Übergang zu sauberer Mobilität mit Investitionen, Innovationen und Produktion in Frankreich, Deutschland und ganz Europa einhergehe, heißt es weiter.
Der geschlossene Autodeal verbinde dabei „einen ehrgeizigen europäischen Dekarbonisierungspfad mit der nötigen regulatorischen Flexibilität, um unterschiedlichen Marktgegebenheiten und Technologieoffenheit Rechnung zu tragen“. Man sei entschlossen, gemeinsam mit den europäischen Partnern eine Einigung zu erzielen. Die bisherige Einigung sah vor, dass die Hersteller die durchschnittlichen CO2-Emissionen ab 2035 nur noch um 90 Prozent reduzieren müssen, den Rest hätten sie durch den Einsatz beispielsweise durch grünen Stahl oder E-Fuel kompensieren können. Auch der Einsatz von Plug-in-Hybriden und Range Extender wäre erlaubt gewesen. Diese Kompensationsauflage fällt nun weg, sodass sie weiter neue Benziner- oder Dieselfahrzeuge verkaufen können.

