Elektro

Omoda 4 fordert den VW T-Roc heraus

Der Omoda 4 ist das Einstiegsmodell der Marke. Foto: SP-X/Hommen

Chery bringt seine Marken Omoda und Jaecoo mit einer breiten Modellpalette nach Europa. Im Mittelpunkt steht der Omoda 4, der mit Hybrid- und Elektroantrieb sowie einem Einstiegspreis von voraussichtlich rund 25.000 Euro gegen den VW T-Roc antreten soll.

Die beiden jüngsten Chery-Töchter gaben sich fast schon europäisch-ernst. Das liegt vielleicht auch daran, dass zwar beide Schwestern ihre komplette Modellpalette zum ersten Mal gemeinsam in Europa zeigten, dass diese Modelle aber – zumindest der Fachwelt – bereits lange vor der Messe bekannt waren. Wie vielen chinesischen Anbietern geht es auch bei Chery in dieser Phase der Erschließung Europas vor allem darum, bei der Kundschaft Aufmerksamkeit zu gewinnen.
Omoda von 4 bis 9


Die Range von Omoda und Jaecoo kann sich sehen lassen: Beide Firmen nummerieren ihre Modelle einfach durch – von Omoda gibt es die Nummern 4, 5, 7 und 9 zu sehen, von Jaecoo die 5 und die 7. Plattformen und Antriebe teilen sich beide Marken, es gibt Plug-in-Hybride oder Vollhybride, aber auch rein elektrische Antriebe bei den beiden 5ern.
Den großen Unterschied zwischen beiden Marken macht der Aufbau. Omoda widmet sich mit seinen zum Teil mutig gezeichneten Crossovern eher dem stadt- und autobahntauglichen Komfort, während Jaecoo die geländegängigen Outdoorfans in den Blick nimmt. Passend zur Automesse hat Omoda dem 5er ein umfassendes Facelift gegönnt, das 2022 vorgestellte Fahrzeug wurde zehn Zentimeter länger, auch der Radstand wuchs, was dem Platz im Innenraum zugutekommt. Dazu erhält der 5er ein neues Cockpit.

Omoda 4 als Einstiegsmodell

Wichtigstes Auto am Stand ist allerdings das Einstiegsmodell Omoda 4, das in Konkurrenz zum Platzhirsch VW T-Roc treten soll, dem es in den Außenmaßen (L x B x H: 4,42 x 1,87x 1,57 Meter) in etwa entspricht. Der Omoda ist allerdings wesentlich mutiger designt und bietet mit dem großen Zentraldisplay die China-typische Videospieloptik. Die Materialien sehen wertvoll und sauber verarbeitet aus.

Motorisiert wird der Omoda 4 mit einem Vollhybrid, bei dem der Elektro- der Hauptmotor ist und 150 kW/204 PS leistet. Ergänzt wird er von einem 1,5-Liter-Benziner mit 105 kW/143 PS, die Systemleistung liegt bei 165 kW/224 PS, angetrieben wird die Vorderachse. Der Verbrauch liegt laut Hersteller nach WLTP bei 5,2 l/100 km, die kombinierte Reichweite soll mehr als 900 Kilometer betragen.

Als weitere Motorisierung gibt es einen reinen Elektroantrieb mit 211 – 218 PS Leistung. Die Batteriekapazität liegt zwischen 60,9 und 65,05 kWh, was gut für eine Reichweite (WLTP) von 400 bis 470 Kilometern sein soll. Aufladen (20-80 Prozent) dauert am Schnellader rund 22 Minuten. Als günstigstes Hybrid-Einstiegsmodell wird der Omoda 4 – die Preise stehen noch nicht fest – vermutlich rund 25.000 Euro kosten, die elektrische Variante wird bei rund 30.000 Euro liegen. Der Omoda 5 dürfte ab knapp 30.000 Euro verkauft werden, für den 7er gibt es weder Markteinführungstermine noch Preisvermutungen. Der Omoda 9 rundet ab knapp 53.000 Euro das Angebot nach oben ab. Die Preise der Jaecoo-Modelle beginnen bei knapp 28.000 Euro für den Vollhybrid-5er (Elektro plus rund 5.000 Euro), den 7er gibt es ab rund 37.000 Euro. (SP-X)

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SP-X

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