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Mini Aceman SE: Spaßmacher in Kurven

Der Mini Aceman wird in China gebaut. Foto: Mini

Entwickelt und gebaut wird der Mini Aceman in China. Es ist das einzige Mini-Modell, was ausschließlich als Elektrovariante angeboten wird.

Die Marke Mini steht wie kaum eine andere für Fahrvergnügen, weshalb der Übergang zur Elektromobilität für die BMW-Tochter besonders schwierig scheint. Neben Elektroversionen von Cooper und Countryman ist der Aceman das einzige Modell im Portfolio, das ausschließlich als Elektroauto erhältlich ist.


Mit 4,08 Meter misst der E-Mini vier Zentimeter mehr als der Cooper, bleibt aber hinter dem 4,44 Meter langen Countryman zurück. Er bietet recht viel Platz auf den Rücksitzen, der Kofferraum fällt mit 300 Litern klein aus, lässt sich aber auf rund 1.000 Liter erweitern. Optisch ist der Aceman leicht als Mini erkennbar, wirkt aber etwas verspielter als die Cooper-Modelle. Produziert wird er seit 2024 in China, in einem Gemeinschaftswerk von BMW und Great Wall Motors.

Cockpit mit markentypischen Display

Im Innenraum überzeugt das markentypische „Pizza”-Display mit brillanter Darstellung, wirkt aber mit verschachtelten Menüs nicht immer intuitiv. Sitze und Materialqualität sind dagegen hervorragend. Der 160 kW/218 PS starke Elektromotor hat mit dem rund 1,8 Tonnen schweren Aceman SE wenig Mühe: Tempo 100 ist nach rund sieben Sekunden erreicht, mehr als 170 km/h sind aber nicht drin. Der knapp 50 kWh große Akku soll laut WLTP für 380 bis 400 Kilometer reichen, praktisch dürften eher maximal 300 Kilometer realistisch sein. Die Ladeleistung von maximal 95 kW liegt unter dem aktuellen Wettbewerbsstandard.

Das Fahrwerk ist straff abgestimmt: Auf guter Straße federt der Aceman ordentlich, auf schlechterem Asphalt wird er unruhig, zudem sind Antriebseinflüsse in der Lenkung spürbar. Spaß macht er trotzdem: Mit kurzem Radstand wieselt er munter um Serpentinen und beschleunigt nahtlos aus Kurven – seine Domäne sind Stadtverkehr und kurvenreiche Strecken, nicht die Langstrecke.

Mindestens 34.450 Euro kostet der Aceman SE. Die Basisversion E (184 PS) ist rund 3.500 Euro günstiger, hat aber nur 38,5 kWh Akku. Der rund 9.000 Euro teurere John Cooper Works E bringt mehr Leistung (258 PS), aber kein größeres Akkuvolumen. Den klassischen Mini-Fahrspaß vermittelt der Aceman nicht durchgehend – Freude am Fahren bringt er aber vor allem in der Stadt und auf kurvenreichen Strecken. (SP-X)

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SP-X

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