Elektroautos boomen: Ohne „E“ geht nicht mehr viel. Autokäufer setzen europaweit verstärkt auf elektrifizierte Fahrzeuge.
Der Pkw-Markt in der Europäischen Union ist im ersten Halbjahr auf Wachstumskurs. Nach Angaben des europäischen Herstellerverbands ACEA wurden von Januar bis einschließlich Juni rund 5,9 Millionen Neuwagen zugelassen, ein Plus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Elektrische Pkw kamen auf 20,7 Prozent, Plug-in-Hybride auf 9,8 Prozent. Der Marktanteil von Benzinern ohne Hybridisierung sank dagegen auf 22,2 Prozent, Diesel-Pkw machten nur noch 7,5 Prozent aus. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 1.220.890 E-Autos zugelassen, Plug-in-Hybride kamen auf 577.735 Einheiten.
Starkes Wachstum in Deutschland
In Deutschland wurden in den ersten sechs Monaten nach Auswertungen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) rund 368.000 reine E-Autos neu zugelassen, ein Plus von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ihr Anteil am Gesamtmarkt lag bei knapp 25 Prozent. Plug-in-Hybride erreichten rund 164.000 Neuzulassungen, 18 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ihr Marktanteil betrug gut 11 Prozent. Zusammen entfielen damit im ersten Halbjahr rund 532.000 Neuzulassungen oder knapp 36 Prozent des Pkw-Markts auf extern aufladbare Fahrzeuge.
Im Einzelmonat Juni lag der Anteil der E-Autos an den Neuzulassungen nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes über 28 Prozent. Experten erwarten angesichts der staatlichen E-Prämie und der gestiegenen Spritpreise in diesem Jahr einen BEV-Anteil von über 30 Prozent. (SP-X)

