Mobilität

Deutsche Bahn: Weniger als Hälfte der Züge pünktlich

Ein ICE 3 der Deutschen Bahn. Foto: DB/Claus Weber

Bei Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit schneidet die Deutsche Bahn in einem Stichprobentest des ADAC schlecht ab. Komfort und Sauberkeit überzeugten hingegen weitgehend.

Die Fahrgäste der Deutschen Bahn haben es nicht leicht, wenn sie sich auf den Zug verlassen. Nachdem gerade erst Züge für einige Stunden bundesweit wegen eines Ausfalls des Mobilfunks GSM-R still standen, plagen die Reisenden vor allem auch die Unpünktlichkeit.


Bei einem Stichprobentest der Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit durch den ADAC schneidet die Deutsche Bahn schlecht ab. Weniger als die Hälfte der berücksichtigten ICE-Züge haben ihr Ziel pünktlich erreicht, von 118 geplanten Fahrten fanden lediglich 104 statt. Nur 43 der tatsächlich gefahrenen Züge und damit 41 Prozent kamen nach der Definition der Bahn pünktlich an – also höchstens sechs Minuten zu spät.

Anschlüsse werden häufig verpasst

Geplante Anschlüsse wurden im Test lediglich in 44 Prozent der Fälle erreicht. Als Gründe für Verspätungen und Ausfälle registrierten die Tester unter anderem Signalstörungen, Baustellen und Personalmangel. Seltener waren äußere Einflüsse wie starke Schneefälle oder Notarzteinsätze verantwortlich.

Kritik üben die Tester an der Fahrgastinformation. Die „DB Navigator“-App kündigte Fahrplanänderungen zwar meist frühzeitig an, die Angaben stimmten jedoch nur in rund zwei Drittel der Fälle mit der tatsächlichen Abfahrt überein. Deutlich besser fällt das Urteil beim Reisekomfort aus. So gut wie alle Züge waren sauber, das WLAN war nutzbar und das Bordbistro hatte geöffnet. Auch Klimaanlagen, Heizungen und Toiletten funktionierten weitgehend. (SP-X)

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