Der Skoda Epiq ist der neue Einstiegsstromer des tschechischen Autobauers. Nach der Premiere in Zürich ist er nun bestellbar.
Knapp drei Jahre nach der Vorstellung der ersten Studie für das neue kompakte SUV von Skoda legt die VW-Konzerntochter aus Mlada in einen großen Aufschlag für den Epiq hin. In den äußeren Maßen ähnelt das Auto sehr den Schwestern von VW und Cupra, dem ID.Polo und dem Raval. Die Unterschiede liegen vor allem im Design und beim Platzangebot.
Auf das Design ist man bei Skoda besonders stolz. Der Epiq ist das erste Auto der Marke, das komplett im “Modern Solid”-Design gezeichnet wurde, das nach und nach in allen Skoda-Modellen umgesetzt werden soll. „Der Epiq ist unser erreichbarster Einstieg in die Elektromobilität – kompakt, selbstbewusst, unverkennbar Skoda und darauf ausgelegt, ein außergewöhnliches Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten. Er setzt klare Maßstäbe dafür, wie ein Elektro-Einstiegsmodell sein sollte: klares, zweckmäßiges Design, intuitive Bedienung und echter Alltagsnutzen” erklärt Skoda-Chef Klaus Zellmer bei der Vorstellung des Autos in Zürich. “Der Epiq bringt Technologien aus höheren Fahrzeugsegmenten in ein erschwingliches Paket. Nach Ansicht des ersten Autos ist dem kaum etwas hinzuzufügen – selbstverständlich ist die Linienführung eines Wagens immer Geschmackssache, doch dass die klaren Linien die Praxisorientierung des Epiq unterstreichen, ist nicht von der Hand zu weisen
Viel Kofferraum im City-SUV
Skoda hat es auf jeden Fall geschafft, auf dem klar begrenzten Raum der MEB+ Plattform des Konzerns mit kaum verlängerter Karosserie deutlich mehr Platz zu schaffen als die beiden Schwestern. Der Epiq bietet reichlich Raum für die Mitfahrenden, einen Frunk von 25 Litern Größe unter der Motorhaube und dazu 475 Liter Kofferraum bei aufgestellten Rücksitzlehnen: mehr als genug für den Wochenendeinkauf mit der Familie. Die Karosse lässt sich ab Herbst in sechs Farben bestellen, die Räder sind zwischen 17 und 19 Zoll groß.
Ein Blick ins Wageninnere zeigt klare, einfache Strukturen, die meist aus recycelten Kunststoff sind – Leder gibt’s keins – und sie fühlen sich angenehm an. Die Sitze sind gut, auch 1,90 große Schwergewichte finden guten Halt und großzügige Kopf- und Kniefreiheit auch hinten. Überall im Auto finden sich zudem Ablagen für kleine und größere Utensilien, dazu gibt es reichlich Steckdosen für mobile Geräte. In der Mitte des Armaturenbretts prangt ein 13 Zoll großer Bildschirm, hinter dem ein android-basiertes Infotainmentsystem arbeitet. In Verbindung mit der Skoda-App erweitert sich der Spielraum deutlich, etwa um Remote Charging (ferngesteuertes Laden), Plug&Charge (Laden ohne zusätzliche Autorisierung) oder auch ferngesteuertes Heizen und Kühlen.
Mehrere Leistungsstufen
Unter dem Blech werkelt wie in den Schwestern die 400-Volt-Technologie der MEB+-Plattform. Den Elektromotor gibt es in drei Stärken: Im Epiq 35 leistet er 85 kW/115 PS, im Epiq 40 sind es 99 kW/135 PS (max. Drehmoment 267 Nm) und im Topmodell Epiq 55 oder 155 kW/211 PS (290 Nm). Der Motor treibt ausschließlich die Vorderräder an, die kleineren Varianten sind bei 150 km/h, die stärksten bei 160 km/h abgeregelt. Bei den Verbräuchen hält sich Skoda noch bedeckt – für den Epiq 55 werden 13,7 bis 14,1 kWh/100 Km angegeben. Versorgt wird der Antrieb wahlweise von einer 38,5 kWh großen Lithium-Eisen-Phosphat(LFP)-Batterie oder einem 55 kWh großen Akku, der Nickel-Mangan-Kobalt (NMC) Technik nutzt. In der kleineren Version werden 310 Kilometer Reichweite nach WLTP versprochen, in der größeren sind es bis zu 440 Kilometer. Die große Batterie lädt an der schnellen Gleichstromsäule in 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent der Kapazität.
Neu in der MEB+-Plattform und damit auch beim Skoda Epiq ist das bidirektionale Laden. Dadurch können etwa externe Geräte mit Strom versorgt werden. Eine entsprechende Wallbox vorausgesetzt, kann das Auto aber auch als Speicher für zu Hause eingesetzt werden.
Der Skoda Epiq wird ab Ende September auf dem deutschen Markt angeboten – in der Einstiegsversion Essence 35 mit kleiner Batterie zu einem Preis von 25.900 Euro. Ebenfalls kurz nach dem Markstart wird es aber auch eine „First Edition“ genannte Topversion mit starkem Motor und großer Batterie geben, für die vorerst noch keine Preise genannt werden, die aber deutlich näher an 40.000 Euro liegen wird. (SP-X)



