Elektro

Globaler Elektromarkt leicht rückläufig

Der BYD Atto 2. Foto: BYD

Der weltweite Markt für E-Autos war im Januar leicht rückläufig. Der Grund dafür liegt auch an den Förder-Stopps in China und den USA. In Europa läuft es aber besser.

Der weltweite Markt für Elektroautos und Plug-in-Hybride ist mit einem Minus ins Jahr 2026 gestartet. Im Januar wurden rund 1,218 Millionen elektrisch angetriebene Pkw und Nutzfahrzeuge ausgeliefert, 2,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Marktforschungsunternehmen SNE Research ermittelt hat. Während Europa mit einem Plus von 19,5 Prozent weiter zulegte, verzeichneten China und Nordamerika zweistellige Rückgänge.


Größter Anbieter blieb BYD mit rund 162.000 verkauften Elektroautos und Plug-in-Hybriden – allerdings verloren die Chinesen gegenüber dem Vorjahresmonat rund 30 Prozent ihrer Verkäufe. Auf Rang zwei folgt die Geely-Gruppe mit 137.000 Einheiten und einem Minus von 11,6 Prozent. Volkswagen behauptete mit einem Plus von 3 Prozent auf 90.000 Fahrzeuge Rang drei vor Tesla mit 71.000 Einheiten.

Nachlassende Dynamik in China

Als Hauptgrund für die schwächere Entwicklung nennt SNE die nachlassende Dynamik in China. Dort habe der Übergang von einer vollständigen Steuerbefreiung für sogenannte New Energy Vehicles zu einem reduzierten Steuersatz für zahlreiche vorgezogene Neuzulassungen gesorgt, die nun fehlten. In Nordamerika belastet unter anderem das Auslaufen staatlicher Kaufanreize Ende September 2025 die Nachfrage.

Europa zeigt sich nach Einschätzung der Analysten robuster. Strenge CO2-Vorgaben, Flottenziele und eine wachsende Zahl neuer, preislich wettbewerbsfähiger Modelle stützten den Absatz. Zudem gewinne die lokale Produktion in Europa im Zuge veränderter Handelsregeln an Bedeutung. Langfristig sieht SNE den Weltmarkt für E-Autos trotz des schwachen Starts weiter auf Wachstumskurs. Seit 2017 beträgt die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate demnach 34,9 Prozent. (SP-X)

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch den redaktionellen Teil des Magazins electrified.

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