Gerade in ländlichen Regionen gibt es häufig nur einen schlecht ausgebauten Nahverkehr. Robo-Shuttles könnten Abhilfe schaffen.
Autonome Shuttles könnten den Nahverkehr vor allem in ländlichen Regionen stärken und dort manche Autofahrten überflüssig machen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) von mehr als 1600 Testfahrten in Mannheim und Friedrichshafen.
Untersucht wurden dabei nicht nur die technische Zuverlässigkeit der Fahrzeuge, sondern auch die Nutzer-Akzeptanz sowie organisatorische Voraussetzungen für einen breiteren Einsatz.
Alltagswege werden erleichtert
Nach Einschätzung der Forscher profitieren besonders Regionen, in denen Busse bislang nur selten fahren. Die Shuttles könnten dort Alltagswege etwa zum Bahnhof, zum Einkauf oder zur Schule erleichtern. Voraussetzung sei allerdings, dass die Fahrzeuge verlässlich unterwegs sind, auf Abruf bereitstehen und sich einfach in bestehende Ticket- und Informationssysteme einfügen. Entscheidend für die Akzeptanz ist laut Studie das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste. Wichtig seien ein gut einsehbarer Innenraum, eine direkte Verbindung zu einer Leitstelle und verständliche Informationen während der Fahrt. Die Wissenschaftler sehen allerdings noch Klärungsbedarf, etwa bei den Zuständigkeiten für Betrieb und Software sowie den Umgang mit Ausfällen.
Zu einem ähnlichen Grundbefund kommt auch eine Anfang des Jahres veröffentlichte Studie der Bahn-Tochter DB Regio: Demnach können autonome Shuttles und Busse den ÖPNV attraktiver machen, wenn sie in ein integriertes Gesamtsystem eingebunden werden. Wachsen Robotaxis dagegen als paralleles Privatangebot neben dem Nahverkehr, drohen laut der Untersuchung mehr Verkehr, höhere Kosten und zusätzliche Konkurrenz für Bus und Bahn. (SP-X)

