Gerade im Winter kommt es häufig vor, dass Fahrzeuge nicht anspringen und Starthilfe benötigt wird. Doch wie sieht es bei Elektroautos aus? Können sie anderen helfen oder selbst Hilfe empfangen?
Wenn im Winter ein Nachbar um Starthilfe bittet, ist das mit einem Elektroauto meist nicht möglich. Viele Hersteller untersagen ausdrücklich, mit einem E-Auto Starthilfe zu geben. Zwar verfügen auch Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride über eine 12-Volt-Batterie, diese ist jedoch meist kleiner als bei klassischen Verbrennern, da sie hauptsächlich Steuergeräte und Komfortfunktionen versorgt. Ein großer Anlasser, wie er bei Benzin- oder Dieselfahrzeugen nötig ist, entfällt.
Wird dennoch versucht, mit einem E-Auto Starthilfe zu leisten, kann die kleine Batterie schnell überlastet werden – besonders, wenn das andere Fahrzeug einen tief entladenen oder defekten Akku hat. Im schlimmsten Fall kann nicht nur die Batterie, sondern das gesamte Bordnetz Schaden nehmen. Moderne Fahrzeugelektronik reagiert empfindlich auf Spannungsschwankungen, die beim Anschließen und Abklemmen entstehen können.
Das Risiko lohnt sich daher meist nicht. Bei Startproblemen sollte man lieber einen anderen Nachbarn, den Pannendienst oder zur Not ein Taxi um Hilfe bitten. Umgekehrt ist es weniger problematisch: Die meisten Hersteller erlauben, dass E-Autos Starthilfe empfangen. Dennoch empfiehlt sich auch hier ein Blick in die Betriebsanleitung und das genaue Befolgen der Hinweise. (mit SP-X)

