Elektro

Bentley Torcal: Sprung ins Elektrozeitalter

Mit dem Torcal bringt Bentley noch in diesem Jahr sein erstes Elektroauto auf den Markt. Der luxuriöse SUV setzt auf 800-Volt-Technik, rund 850 PS und eine Reichweite von etwa 600 Kilometern.

Der Wandel zur Elektromobilität erreicht nun auch Bentley: Mit dem Torcal präsentiert die britische Luxusmarke erstmals ein rein elektrisch angetriebenes Modell. Der „Urban SUV“ erweitert das Portfolio neben Continental GT, Flying Spur und Bentayga um eine vierte eigenständige Baureihe. Der Name ist eine Anspielung auf die markante Felslandschaft El Torcal de Antequera in Andalusien.


Technische Grundlage ist die 800-Volt-Elektroplattform PPE des Volkswagen-Konzerns, die unter anderem auch beim Porsche Cayenne Electric und Audi Q6 E-Tron zum Einsatz kommt. Nach Informationen des britischen Magazins „Autocar“, das bereits in einem getarnten Prototypen mitfahren konnte, leisten zwei Elektromotoren zusammen rund 625 kW/850 PS. Eine 113-kWh-Batterie soll für rund 600 Kilometer Reichweite sorgen. Beim künstlich erzeugten Antriebssound orientiert sich Bentley am Klang seiner V8-Motoren.

2,7 Tonnen mit sportlichem Anspruch

Mit einem Leergewicht von rund 2,7 Tonnen ist der Torcal alles andere als ein Leichtgewicht. Dennoch soll sich der Elektro-Bentley fahrdynamisch eher wie ein Grand Tourer als wie ein klassisches SUV anfühlen. Dafür sorgen unter anderem Zweikammer-Luftfedern, eine Hinterachslenkung und eine aktive Wankstabilisierung.

Die vier Fahrprogramme Bentley, Comfort, Sport und Refresh verändern nicht nur die Charakteristik des Fahrzeugs. Sie greifen auch in Beleuchtung, Klang, Klimatisierung, Luftqualität und die Darstellung der digitalen Instrumente ein. Der Refresh-Modus soll mit mehr Frischluft und einer helleren Beleuchtung der Müdigkeit entgegenwirken.

Wolle statt nur Leder und Holz

Auch beim Interieur will Bentley neue Wege gehen. Gemeinsam mit dem britischen Textilspezialisten Fox Brothers wurde ein widerstandsfähiger Stoff aus Merinowolle entwickelt. Für das „Ombré Veneer“ werden bis zu 1.000 Schichten aus Walnussresten und Recyclingpapier verarbeitet. Eine Aluminiumoberfläche greift zudem Gestaltungselemente historischer Bentley-Armaturen auf. Leder und klassische Holzoberflächen bleiben weiterhin verfügbar.

Den endgültigen Preis und die technischen Daten will Bentley erst zur Premiere bekannt geben. Der Einstiegspreis dürfte nach bisherigen Informationen bei rund 200.000 Euro liegen. (SP-X)

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