Der Verband der Automobilindustrie hat einen neue Leitfaden für Unfälle mit Elektroautos herausgegeben. Teils bestehen bei Rettungskräften hier noch Wissenslücken.
Elektroautos erobern zunehmend die Straßen. Doch bei Unfällen sind Rettungskräfte und Abschleppdienste häufig überfordert – etwa was das Einschätzen einer möglichen Brandgefahr der Hochvoltbatterie betrifft.
Um Unsicherheiten zu verringern, hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) nun einen Leitfaden zum richtigen Umgang mit verunfallten E-Fahrzeugen herausgegeben. „Angesichts des wachsenden Anteils elektrifizierter Fahrzeuge auf deutschen Straßen gewinnt der professionelle Umgang mit Unfallszenarien und Fahrzeugbergungen erheblich an Bedeutung“, sagte eine VDA-Sprecherin.
Teils falscher Umgang bei Unfällen
Bislang war der Umgang mit verunfallten E-Fahrzeugen offenbar teils unprofessionell. Aus übertriebener Sorge vor Fahrzeugbränden werden Hochvoltakkus von Abschleppdiensten häufig ausgebaut, auch wenn nur geringe Schäden vorliegen. E-Fahrzeuge würden selbst bei Bagatellschäden tagelang auf Quarantäneplätzen abgestellt, so der VDA. Die Folge seien deutlich erhöhte Kosten für die Versicherer, was sich letztlich negativ auf die Einstufung von E-Fahrzeugen in den Typenklassen auswirke. „Hier setzt die Handlungsempfehlung an: Unsicherheiten und unnötige Kosten dürfen den Hochlauf der E-Mobilität nicht bremsen“, heißt es.
Die Handlungsempfehlung soll Fachwissen für Rettungskräfte, Abschleppdienste und Fachwerkstätten bündeln. Daran mitgewirkt haben zahlreiche Verbände und Organisationen wie ADAC, Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, Verband der Bergungs- und Abschleppunternehmen sowie Feuerwehrschulen. (SP-X)

