Skoda hat mit dem Peaq sein viertes E-Modell im Angebot. Was das Topmpodell kann, zeigt unser Test.
Mit dem Peaq bringt Skoda sein neues Elektro-Flaggschiff auf die Straße, das die Studie „Vision 7S” von vor vier Jahren in etwas kompakterer Form in Serie umsetzt. Mit 4,87 Metern Länge übertrifft der Siebensitzer das bisherige SUV-Topmodell Kodiaq um zwölf Zentimeter, dank MEB-Elektroplattform und knapp drei Metern Radstand fällt der Innenraum noch großzügiger aus. Die Basisversion Peaq 60 startet bei 49.900 Euro.
Auf der ersten Testfahrt überzeugte der Peaq 90 mit exzellentem Komfort, leisen Fahrgeräuschen und druckvoller Leistungsentfaltung. Der 210 kW/286 PS starke Elektromotor im Heck liefert 545 Newtonmeter Drehmoment, bei den stärkeren Versionen hat Skoda die Höchstgeschwindigkeit auf 180 km/h freigegeben. Bei zurückhaltender Fahrweise bleibt der Verbrauch unter 20 kWh/100 km; die WLTP-Reichweite von 647 Kilometern rückt bei forscherer Fahrweise zwar in weite Ferne, 400 bis 450 Kilometer im Alltag sind aber weiterhin ein guter Wert. Geladen wird mit bis zu 200 kW Gleichstrom, in unter einer halben Stunde sind so 80 Prozent der Kapazität wieder verfügbar. Der Peaq beherrscht zudem bidirektionales Laden und kann darüber etwa den eigenen Haushalt mit Strom versorgen.
Einstieg mit 204 PS
Das Einstiegsmodell Peaq 60 begnügt sich mit 150 kW/204 PS Leistung, maximal 160 kW Ladeleistung und einer kleineren, 59 kWh großen Batterie für 459 Kilometer WLTP-Reichweite; die Ladezeit bleibt mit rund 30 Minuten auf 80 Prozent aber ähnlich.
Beim Gepäckraum stellt der Peaq einen Markenrekord auf: Bei fünf aufgestellten, längs verschiebbaren Sitzen der zweiten Reihe fasst er 935 Liter und übertrifft damit sogar den Hyundai Ioniq 9. Mit umgeklappten Rücksitzen wächst das Volumen auf 2.150 Liter.
Senkrecht stehender Touchscreen
Im Cockpit dominiert ein erstmals senkrecht stehender, zentraler Bildschirm mit Android-Infotainment inklusive Google Maps und der Sprachassistentin Laura. Die Sportline-Ausstattung mit glänzend schwarzen Details, optionaler Zweifarb-Lackierung und 21-Zoll-Rädern verleiht dem SUV zusätzlich etwas Range-Rover-Charakter.
Mit dem Modellnamen bricht Skoda übrigens mit der eigenen Nomenklatur: Anders als Enyaq, Elroq oder Epiq beginnt der Peaq nicht mit „E” – ein „Epeaq” wäre phonetisch zu nah am Epiq gewesen, weshalb der seit 2022 genutzte interne Entwicklungsname einfach übernommen wurde. Der Skoda Peaq kommt im Herbst zu den Händlern. (SP-X)


