Waymo gehört zu den Pionieren bei Robotaxis. Selbst baut man indes keine Fahrzeuge, rüstet die eingekauften Modelle nur um. Erstmals nutzt das US-Unternehmen nun Technik aus China. Daran gibt es Kritik.
Fahrdienstanbieter Waymo bringt in den USA die sechste Generation seines Robotaxis auf die Straße. Die „Ojai“ genannten Modelle basieren auf dem für den Robotaxi-Einsatz optimierten Elektro-Van Zeekr RT des chinesischen Geely-Konzerns. Es soll dank spezieller Sensorik besonders bei widrigen Wetterbedingungen sicherer unterwegs sein als andere Waymo-Modelle.
Gleichzeitig soll er mit weniger Hardware auskommen und damit Kosten sparen. Hauptsensor ist eine 17-Megapixelkamera mit integriertem Reinigungssystem, außerdem sind Lidar- und Radarsysteme an Bord.
Kritik an Wahl des Modells
Die neuen Robotaxis sind als Ergänzung für die Flotte gedacht, die aktuell vor allem aus umgerüsteten Jaguar I-Pace besteht. Sie sollen vor allem bei der angekündigten Expansion des Fahrdienstes in weitere US-Städte zum Einsatz kommen – etwa im nordöstlich gelegenen Boston. Bislang sind die Robotaxis der Google-Tochter nur in sonnigen und milden Regionen unterwegs, etwa in Los Angeles, San Francisco, Austin, Atlanta, Phoenix und Miami. Die Wahl eines chinesischen Modells sogt in den USA bereits für Kritik – unter anderem wegen befürchteter Spionagegefahr.
Waymo hat früh darauf verzichtet, eigene Fahrzeuge für seinen Robotaxi-Dienst zu entwickeln. Stattdessen nutzte das Unternehmen unter anderem Toyota- und Lexus-Modelle sowie den Chrysler Pacifica als Basisfahrzeuge. (SP-X)

