Viele Baustellen, viele Staus, schlechte Parksituation: In Großstädten ist das Frustpotenzial im Verkehr besonders groß, wie aus einer aktuellen Umfrage des TÜV hervorgeht.
Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland ist mit der Gestaltung des Verkehrsraums in der eigenen Kommune unzufrieden. In einer Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands äußerten sich bezeichnen sich 64 Prozent als „gar nicht zufrieden“ oder „eher unzufrieden“. „Sehr zufrieden“ sind nur 7 Prozent.
Am größten ist die Unzufriedenheit in Großstädten: In Regionen mit sehr hoher Bevölkerungsdichte von mehr als 5.000 Einwohner je Quadratkilometer liegt sie bei 77 Prozent, in sehr dünn besiedelten Regionen (unter 150 Einwohner je Quadratkilometer) hingegen bei 60 Prozent. Der TÜV-Verband kann die Unterschiede in der Wahrnehmung nachvollziehen: Umbauten, neue Verkehrsführungen und Baustellen seien in Großstädten allgegenwärtig – die Belastungen wirkten sofort, Verbesserungen kämen oft erst später.
Bestehende Infrastruktur sanieren
Bei den Prioritäten für eine sichere und stressfreie Mobilität setzt die Bevölkerung laut Umfrage vor allem auf den Erhalt der bestehenden Infrastruktur. 42 Prozent nennen die Sanierung und Erhaltung von Straßen und Wegen als wichtigste Maßnahme. Es folgen der Ausbau eines verlässlichen öffentlichen Nahverkehrs (34 Prozent), die Schaffung zusätzlicher Parkmöglichkeiten (30 Prozent) sowie optimierte Ampelsteuerungen für besseren Verkehrsfluss (27 Prozent).
Eine bessere Anbindung ländlicher Räume nennen 25 Prozent, den Ausbau der Radinfrastruktur 21 Prozent. Jeweils 15 Prozent halten die Reduzierung von Durchgangsverkehr und eine klare Priorisierung von Bus und Bahn im Straßenraum für wichtig. Verkehrsberuhigte Bereiche und Tempo-30-Zonen nennen 14 Prozent den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos 9 Prozent. (SP-X)

