Bidirektionales Laden ist vielen noch unbekannt. Doch die Idee, das E-Auto als Stromspeicher für den Haushalt zu nutzen, findet laut Bitkom-Umfrage breite Zustimmung.
Bidirektionales Laden ist in Deutschland bislang nur einer Minderheit ein Begriff. Wird das Prinzip erklärt, stößt das Nutzungspotenzial von Elektroautos als Stromspeicher jedoch auf breite Zustimmung. Das zeigt eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom.
Demnach halten 64 Prozent der Befragten die Nutzung eines E-Autos als Stromspeicher grundsätzlich für praktisch. Für 55 Prozent würde ein Elektroauto attraktiver, wenn sich seine Batterie auch zur Stromversorgung einsetzen ließe. Besonders groß ist das Interesse mit Blick auf mögliche Ausfälle: 77 Prozent würden sich sicherer fühlen, wenn das Fahrzeug in einem solchen Fall Energie für den Haushalt bereitstellen könnte.
Stärkere Förderung gewünscht
Gut die Hälfte der Befragten, 52 Prozent, sieht in der Nutzung von E-Autos als Speicher einen Beitrag zu einer sicheren Energieversorgung. 44 Prozent sprechen sich für eine stärkere politische Förderung aus. Bislang ist das technische Prinzip dahinter längst nicht allen bekannt: 46 Prozent hatten zum Zeitpunkt der Befragung bereits von bidirektionalem Laden gehört, 45 Prozent noch nicht.
Bitkom fordert geeignete gesetzliche Rahmenbedingungen, eine schnellere Digitalisierung des Energiesystems und einfach nutzbare Angebote für Verbraucher. Für die repräsentative Erhebung wurden 1.002 Haushalte in Deutschland befragt. (SP-X)

