Bidirektionales Laden kann u.a. für die Stabilisierung des Stromnetzes nützlich sein. Nun wurden Autofahrer gefragt, zur Technologie befragt.
Bidirektionales Laden stößt bei Autofahrern auf grundsätzliches Interesse, aber auf wenig Kaufbereitschaft. Eine Studie des Beratungsunternehmens Uscale zufolge sieht unter den heutigen E-Auto-Fahrern nur rund jeder sechste einen echten persönlichen Mehrwert und würde eine Investition in Betracht ziehen.
Befragt wurden für die Studie rund 10.000 Personen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und Schweden. Bei Verbrennerfahrern liegt die Quote mit 6 Prozent noch niedriger.
Strom aus E-Auto ins Netz leiten
Bidirektionales Laden ermöglicht es, Strom nicht nur in den Fahrzeugakku zu laden, sondern bei Bedarf wieder zurückzugeben – etwa ins öffentliche Stromnetz. Damit lässt sich bei passender Ladeinfrastruktur und mit einem geeigneten Fahrzeug schon heute über Strompreisschwankungen Geld verdienen.
Die Bekanntheit der Technik ist der Studie zufolge vergleichsweise hoch. Unter den E-Auto-Fahrern mit privatem Stellplatz wissen 38 Prozent, was bidirektionales Laden ist, weitere 34 Prozent kennen zumindest den Begriff. Bei Verbrennerfahrern mit eigenem Stellplatz liegen die Werte bei 20 beziehungsweise 32 Prozent.
Größtes Hindernis für die Investition in bidirektionales Laden zu Hause ist nach Einschätzung der Befragten die nötige Anfangsinvestition in die Ladeinfrastruktur. Hinzu kommen Sorgen um eine mögliche Batteriealterung, Zweifel an der technischen Reife und der erwartete Aufwand im Alltag. (SP-X)

