Mobilität

Audi Sport Abt Schaeffler wahrt sich Chance auf Teamtitel

Lucas di Grassi freut sich über seinen Erfolg in New York. Foto: Audi/Kunkel

Die Teamwertung in der Formel E bleibt offen: Während sich Jean-Eric Vergne den Titel in der Fahrerwertung sicherte, kann Audi sich noch Hoffnungen auf den Sieg in der Teamwertung machen.

Dem Franzosen Vergne vom Team Techeetah reichte für den Gewinn der Fahrerwertung am Samstag in New York ein fünfter Platz. Vor dem abschließenden zwölften Lauf der Saison am Sonntag (15 Uhr Ortszeit/live auf Eurosport) hat Konkurrent Sam Bird (DS Virgin Racing) keine Chance mehr, Vergne den Titel streitig zu machen. Vor dem Abschlussrennen führt Vergne mit 173 Zählern vor Bird (142) und Lucas di Grassi (126).


Achter Triumph für di Grassi

Für Spannung ist dafür indes weiter in der Teamwertung gesorgt. Dafür sorgten Lucas di Grassi und Daniel Abt. Die beiden Piloten vom Team Audi Sport Abt Schaeffler sicherten sich am Sonntag den Doppelsieg. Damit wahrten die beiden Audi-Werksfahrer sich alle Chancen, erstmals die Teamwertung in dieser elektrischen Rennserie zu sichern. Momentan führt dort noch der Rennstall Techeetah mit 235 Punkte vor Audi Sport ABT Schaeffler (230).

Vorjahres-Champion Lucas di Grassi fuhr am Samstag im Audi e-tron in souveräner Manier vor seinem Teamkollegen Daniel Abt vor der Skyline von Manhattan zum Sieg. Für die beiden Piloten ist es nach dem Sieg in Berlin der zweite Doppelsieg der Saison. Eine längere Safety-Car-Phase nach einem Unfall hatte für eine Verkürzung des Rennens gesorgt: So wurden statt 45 nur 43 Runden gefahren.

Kleiner Fahrfehler von ABt

Der Brasilianer di Grassi hatte im Ziel gerade einmal 0,965 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Abt. Für di Grassi war es der achte Triumph in der Formel E und der sechste Podestplatz in Folge. Sebastian Buemi (Renault e.dams) wurde Dritter. Der Brasilianer begeisterte das Publikum in der us-amerikanischen Metropole mit spektakulären Überholmanövern.

Lucas di Grassi (vorn) und Daniel Abt vom Team Audi Sport ABT Schaeffler auf dem Weg zum Doppelsieg. Foto: Audi/Kunkel

Noch vor dem Autowechsel arbeitete sich die di Grassi von Startplatz elf auf die zweite Position hinter seinen Teamkollegen, ehe er kurz nach dem Autowechsel Abt überholte. Ein kleiner Fahrfehler seines Teamkollegen hatte es ihm ermöglicht. „Ich hatte heute kein Rennauto, sondern eine Rakete“, jubelte di Grassi im Ziel. „Natürlich hätte ich mir heute den ersten Platz gewünscht“, sagte Daniel Abt, „aber wir haben ein großes gemeinsames Ziel – und das ist der Gewinn der Teamwertung. Wir haben auch für morgen ein Auto, mit dem wir gewinnen können.“

„Zunächst mal einen großen Glückwunsch an Jean-Éric Vergne, der Lucas heute als Fahrer-Champion abgelöst hat, aber seinem Team sind wir heute deutlich näher gekommen. Aus dem riesigen Rückstand sind jetzt nur noch fünf Punkte übrig geblieben. Damit sind unsere Karten deutlich besser, und wir haben es selber in der Hand. Ich freue mich auf einen ultimativen Showdown morgen beim Finale.“

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch den redaktionellen Teil des Magazins electrified.

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